Nützlingsportraits

Überlassen Sie die Gartenarbeit den fleissigen Helfern. Der Einsatz bzw. das Gewähren von Nützlingen gegen Schädlinge im Garten ist die umweltfreundlichste Schädlingsbekämpfung überhaupt. Die fleissigen Helfer aus dem Tierreich arbeiten unermüdlich im Hintergrund und hinterlassen weder schädliche Rückstände auf Pflanzen noch sind sie eine Gefahr für Mensch und Haustier.

Wenn Sie Nützlinge in Ihrem Garten fördern, haben Sie weniger Schädlinge. Diese können sich nur dann massenhaft vermehren, wenn die natürlichen Gegenspieler ausbleiben. Tritt ein Schädling auf, dann vermehren sich auch die nützlichen Räuber, die die Beute dezimieren. Dieses natürliche Auf und Ab funktioniert umso besser, je vielfältiger Sie Ihren Garten gestalten. Manchmal braucht es etwas Geduld, bis sich die Nützlinge durchgesetzt haben. Dann aber nachhaltig.

Sind die Schädlinge doch plötzlich in Überzahl und es droht gar ein Schaden an der Pflanze, können Sie die Nützlinge bei uns bestellen und bereits in den nächsten Tagen ausbringen.

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Nützlinge fördern: Hilfe, die von selbst einzieht

Ein vielfältig bepflanzter Garten ist die beste Grundlage für eine stabile Nützlingspopulation. Blühpflanzen liefern Nahrung, strukturreiche Ecken bieten Unterschlupf und ein möglichst schonender Umgang mit Pflanzenschutzmitteln schützt die kleinen Helfer.

So schaffen Sie gute Bedingungen für Nützlinge:

  • Blühpflanzen mit ungefüllten Blüten vom Frühling bis in den Herbst anbieten
  • Heimische Stauden, Wildpflanzen, Hecken und Sträucher pflanzen
  • Laub, Totholz, Steinhaufen oder offene Bodenstellen als Verstecke zulassen
  • Wasserstellen schaffen – flach und mit Ausstiegshilfe
  • Nur gezielt und möglichst nützlingsschonend behandeln
  • Auch kleine Schädlingspopulationen tolerieren: Sie sind Nahrung für viele Nützlinge

Nützlinge im Portrait

Welcher Nützling hilft gegen welchen Schädling?

Sie kennen den Schädling bereits? Finden Sie hier schnell den passenden Nützling. Wichtig: Nützlinge wirken gezielt – nicht jede Art hilft gegen jeden Befall. Entscheidend sind Schädling, Standort, Temperatur und Entwicklungsstadium.

Schädling Nützling Typischer Einsatzort Wichtig beim Einsatz
Blattläuse Marienkäfer oder Florfliegen Garten, Balkon, Gewächshaus Marienkäfer bei beginnendem Befall einsetzen; sie brauchen Blattläuse als Nahrung
Spinnmilben Raubmilben oder Florfliegen Zimmerpflanzen, Gewächshaus, Wintergarten Auf die passende Raubmilbenart, geeignete Temperatur und Luftfeuchtigkeit achten
Thripse Raubmilben oder Florfliegen Zimmerpflanzen, Gewächshaus Früh einsetzen und Pflanzen regelmässig kontrollieren
Trauermückenlarven Raubmilben oder Nematoden Zimmerpflanzen, Anzucht, Gewächshaus Nützling je nach Befallsstärke, Giessverhalten mitprüfen
Dickmaulrüsslerkäfer und -larven Nematoden Topfpflanzen, Beete Bodentemperatur und Anwendungszeitpunkt beachten
Gartenlaub-, Mai- und Japankäfer-Engerlinge Nematoden Topfpflanzen, Beete, Rasen Bodentemperatur und Anwendungszeitpunkt beachten
Werren, Erdraupen, Erd- und Wiesenschnaken Nematoden Topfpflanzen, Beete, Rasen Bodentemperatur und Anwendungszeitpunkt beachten
Kartoffelkäfer Nematoden Beete Bodentemperatur und Anwendungszeitpunkt beachten
Vorratsmotten / Kleidermotten Schlupfwespen Haushalt Nur bei vorhandenem Mottenbefall sinnvoll
Weisse Fliegen Schlupfwespen Zimmerpflanzen, Wintergarten, Gewächshaus Art und Einsatzbedingungen beachten
Tigermückenlarven Ruderfusskrebse (Copepoden) Garten In stetig wasserführenden Behältern einsetzen

Nützlinge gezielt einsetzen: So klappt es

Ausgebrachte Nützlinge sind lebende Helfer. Damit sie ihre Wirkung entfalten können, brauchen sie passende Bedingungen und vor allem ausreichend Nahrung in Form des jeweiligen Schädlings.

  1. Schädling möglichst sicher bestimmen: Nicht jede Verfärbung oder jedes Loch ist ein Schädlingsbefall.
  2. Passenden Nützling wählen: Nützlinge sind spezialisiert und wirken nicht gegen alle Schädlinge gleich gut.
  3. Einsatzzeitpunkt beachten: Viele Nützlinge wirken am besten bei beginnendem Befall oder in einem bestimmten Entwicklungsstadium des Schädlings.
  4. Richtig ausbringen: In der Verpackung finden Nützlinge keine Nahrung – deshalb nach Erhalt möglichst rasch an die betroffenen Pflanzen oder Stellen bringen. Wie genau, steht in der Anleitung – je nach Art giesst, streut oder platziert man sie.
  5. Nützlinge schützen: Während und nach dem Einsatz keine Mittel verwenden, die den Helfern schaden könnten.
  6. Geduld haben: Wie schnell der Befall zurückgeht, hängt von Art, Temperatur und Ausgangslage ab. Entscheidend ist nicht der schnelle Effekt, sondern dass die Schädlingspopulation dauerhaft zurückgeht

So unterstützen Nützlinge einen nachhaltigen Weg zu gesunden Pflanzen und einem lebendigen Garten und nehmen ihren Platz in der Massnahmen-Liste ein. Was sonst noch alles dazugehört, respektive wie man sinnvoll vorgeht, zeigt der Biogarten-Kompass.

Häufige Fragen zum Einsatz von Nützlingen

Weiterführende Informationen rund ums Biogärtnern

Videoanleitungen zum Nützlingseinsatz